Rettungsmaßnahmen
Die Ziele der Rettungsmaßnahmen sind klar definiert. Es geht darum, den Verlandungsprozess des Wollingster Sees zunächst zu stoppen um den See dann in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuführen. Der hauptsächliche Grund für die Erhaltung des Wollingster Sees ist, dass nur hier noch Strandling, Wasserlobelie und Brachsenkraut in einem Biotop zusammen leben. Diese Dreisamkeit ist in Deutschland einmalig und ist deswegen besonders zu schützen!
Um einen Langzeiteffekt zu erhalten, muss die Landwirtschaft um den Wollingster See extensiv betrieben werden, die Bewohner der Samtgemeinde Beverstedt und die Mitglieder des Bremerhavener Touristenvereins 'Die Naturfreunde' in das Schutzkonzept integriert und die Freizeitnutzung im Naturschutzgebiet eingeschränkt werden.
Die Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels sind folgende:
- Erweiterung des Naturschutzgebietes und Schaffung einer ausreichenden Pufferzone um das zu schützende Gebiet
- keinen Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitell sowie Gülle in einer Pufferzone rund um den See
- Baumbestände rund um den See abholzen (auch auf dem Gelände des Touristenvereins)
- Entfernung des Schilfs
- Entfernung des Schlamms in Zeitabständen von mehreren Jahren
- Renaturierung des Beversteder Moores:
Wiedervernässung, Entfernung des Abflussrohres, Pflegebeweidung mit Heidschnucken Förderung der Heidevegetation, Unterdrückung des Pfeifengrases und Verbiss des Gehölzes
- Badeverbot mit Ausnahme für die Mitglieder der Gemeinde Beverstedt
- Touristenverein: keine weiteren Camper aufnehmen, Freizeitbetrieb im Haus mit rund 40 Betten kann erhalten bleiben
- Anlage eines Naturpfades rund um den See, Faltbroschüre, Dauerausstellung, Führungen durch das geschützte Gebiet
- Errichtung einer Schranke auf dem Zufahrtsweg
Teilweise konnten schon Maßnahmen durchgeführt werden. Doch es liegt noch ein langer Weg bevor, bis endlich das Ziel erreicht wird.
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